Anbauvoraussetzungen für Kaffee

Ein Artikel über die Kaffeeerzeugung

Kaffee ist wohl das beliebteste Getränk der Menschheit - verbreitet über alle Völker und Kulturen.

Unter den Nutzpflanzen gilt Kaffee als sehr anspruchsvoll. Für ertragreichen und gesicherten Kaffeeanbau müssen Temperatur, Wasser, Wind, Sonnenschein und Bodenzusammensetzung optimal aufeinander abgestimmt sein. Kaffee-Anbau ist vom klimatischen Einflüssen stark abhängig, und manchmal genügt schon der leichte Frost einer einzigen Morgenfrühe (wie gelegentlich in Brasilien), um Millionen von Kaffeebauern zu vernichten.

Vor allem die Frostempfindlichkeit beschränkt die Möglichkeit, Kaffee anzubauen - trotz sortenbedingt unterschiedlichen Ansprüchen - von vorneherein auf Gebiete, in denen Null Grad Celsius niemals unterschritten werden. Kaffee der Sorte "Robusta" ist sogar schon bei Temperaturen knapp über dem Nullpunkt gefährdet.

Temperatur und Niederschlag sind auch in ihrer Relation zueinander für das Gedeihen der Pflanze, sowie Qualität und Höhe des Ertrags von Bedeutung. Beim Niederschlag kommt es nicht nur auf die absolute Wassermenge, sondern auch auf die zeitliche Verteilung und den Grad der Luftfeuchtigkeit an. Wo der Boden den Niederschlag gut festhält und die Verdunstung durch hohe Luftfeuchtigkeit reduziert wird, kommen Kaffeepflanzen im allgemeinen mit weniger Regen aus. Grundsätzlich geht man davon aus, dass für Kaffeeanbau eine jährliche Niederschlagsmenge zwischen 1500 und 2000 mm pro Quadratmeter benötigt wird. Die zeitliche Verteilung des Niederschlages sollte eine oder mehrer relativ kurze Trockenperioden und anschließend ergiebigen Regen aufweisen, denn das begünstigt den Austrieb der Blütenknospen. Weil ein Übermaß an Wind und Sonnenschein dem Kaffee eher schadet, wird manchmal durch Schattenbaume und Hecken für Schutz gesorgt.

Die Bodenbeschaffenheit in den Ländern, in denen Kaffeepflanzen wachsen, ist höchst unterschiedlich. Humusreicher, lockerer Boden, bevorzugt vulkanischen Ursprungs, mit einem Grundwasserspiegel unter 3,50 Metern Tiefe ist eine gute Voraussetzung für erfolgreichen Kaffeeanbau. Kaffee gedeiht besonders gut in Höhenlagen, deshalb liegen viele Anbaugebiete 600 bis 1200 Meter über dem Wasserspiegel.

Weil Bakterien, Pilze, Algen und Schadinsekten - von Wärme und Feuchtigkeit begünstigt - in den Tropen und Subtropen besonders gut gedeihen, sind Kulturpflanzen in diesen Regionen besonders starken Angriffen von Krankheiten und Schädlingen ausgesetzt. Gefährlichster Feind der Kaffeepflanze ist ein Mikropilz, der sogenannte „Kaffeerost". Kaffeekirschen haben eine außerordentlich lange Reifezeit von sechs bis neun Monaten und mehr. Da sie nur reif geerntet werden sollen, kommt es zu einer der Weinlese vergleichbaren Auslese. Diese manuelle Ernte wird vorwiegend in bäuerlichen Kleinbetrieben von Familienmitgliedern in großen Pflanzungen von angeworbenen Pflückern durchgeführt. Da frisch geerntete Kaffeekirschen weder lange lagerfähig noch transportfähig sind, muss ein zur Weiterverarbeitung geeigneter Zustand hergestellt werden. Damit die in den Kirschen eingeschlossenen Bohnen trocken und sauber vorliegen, wird aus diesem Grund die gesamte Umhüllung entfernt. Bei der Lagerung sollte auf eine ausreichende Luftzirkulation geachtet werden, weswegen Fenster und Türen stets weit geöffnet bleiben sollten.

Quelle: Eigene Recherchen.

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